Therapie

Lange konnte das Hunter-Syndrom nur palliativ therapiert werden. Man behandelte die verschiedenen Symptome, beispielsweise mit Hörgeräten, um Hörverluste auszugleichen, oder durch physikalische Therapie und Operation, um Eingeweidebrüche oder Gelenkkontrakturen zu beheben.

Seit dem 1. September 2007 gibt es nun eine Behandlungsmöglichkeit. Idursulfase wurde in der Schweiz für die Langzeittherapie des Hunter-Syndroms zugelassen. Idursulfase ist seit der Entdeckung dieser Erkrankung vor 100 Jahren die erste und einzige Enzymersatztherapie für Patienten, die am Hunter-Syndrom leiden.

Idursulfase, die in Form von wöchentlichen Infusionen verabreicht wird, ersetzt das kaum vorhandene oder fehlende Enzym. Dadurch verbessert sich die Ausdauer der Patienten, bewirkt einen Rückgang der Leber- und Milzvergrösserung und reduziert die Schmerzen.